Besuch der Schülerinnen und Schüler aus Frankreich in Zeulenroda-Triebes
Ankunft am 21.03.2026
Am 21. März 2026 kamen nach etwa 17 Stunden Fahrt 24 französische Schülerinnen und Schüler mit ihren begleitenden LehrerInnen am Gymnasium in Zeulenroda an. Die Aufregung war groß, als sich die Schüler das erste Mal die Hand gaben und direkt ihren Briefpartnern gegenüberstanden. Da die Mehrheit der Teilnehmenden schon regen Kontakt per WhatsApp, Telefon oder durch Briefe hatte, erfolgte die Aufteilung sehr schnell. Nun konnte man ein gemeinsames Wochenende starten.

Ein Wochenende in einer deutschen Familie
Schon seit Wochen hatten sich die Gastfamilien auf den Besuch aus Frankreich vorbereitet und besondere Ausflugsziele und Aktivitäten geplant. Der Zoo in Leipzig war ebenso ein Ziel wie die Lasertag-Halle in Plauen oder die Boulder-Halle in Jena.
Alles war für die französischen Schüler neu und ungewohnt.
Montag, den 23.03., ein Tag in einer deutschen Schule
Am Montag nahmen die französischen Freunde mit ihren deutschen Gastgebern am normalen Unterricht teil. Sowohl im Matheunterricht, in Biologie oder in Französisch, die französischen Schüler sind sich einig: Die deutsche Schule ist cooler als die in Frankreich!
Der Förderverein des Friedrich-Schiller-Gymnasiums lud danach zum Mittagessen in die Mensa ein. Dort gab es ein paar Worte der Begrüßung durch den Direktor Herrn Müller.

Stadtrallye und Empfang durch die Bürgermeisterin
Am Nachmittag gab es eine Rallye durch Zeulenroda, organisiert durch die Französischschüler der Klasse 11. Diese hatten sich an verschiedenen Orten der Stadt positioniert und erzählten den Gästen und den deutschen Schülern, was man über die Sehenswürdigkeiten, wie die Dreieinigkeitskirche oder das Rathaus wissen sollte. Alle hörten gut zu und waren begeistert, von dem, was Zeulenroda zu bieten hat. Ein besonderes Highlight war der Blick vom Rathausturm über Zeulenroda.



Dienstag, den 24.03., Besuch in Weimar
Am Dienstag führen die 7-Klassler mit ihren französischen Partnern nach Weimar, wo sie die Geschichte der Klassiker im Weimarhaus kennen lernten und die Stadt auf eigene Faust erkunden konnten.
Mittwoch, den 25.03., Fahrt nach Leipzig
Die deutsch-französischen Tandems der 8. Und 9. Klassen fuhren am Mittwoch nach Leipzig, der Stadt der friedlichen Revolution. Durch eine Führung im zeitgeschichtlichen Forum wurden sie mit der Geschichte der DDR bis zur Wende 1989 vertraut gemacht. Nicht nur die französischen TeilnehmerInnen staunten darüber, wie anders das Leben damals im Vergleich zu heute war.
Am Nachmittag wurden wir von den Mitarbeitern des Institut Français in Leipzig begrüßt und konnten unser Wissen über das jeweils andere Land in Tandemspielen nachweisen sowie in der Bibliothek in französischen Comics stöbern.
Der Verein für europäische Partnerschaften hatte die Gäste für ein kleines Kunstprojekt ins Winkelmannsche Haus eingeladen. Jeweils am Dienstag und Mittwoch, wurden in Triebes kleine Ostergestecke gebastelt. Danach wanderten die Gruppen zum Bio-Seehotel, wo wir gemeinsam bowlen konnten
.
Donnerstag, den 26.03., Horch-Museum Zwickau
Am letzten Tag fuhren unsere französischen Gäste zusammen mit Herrn Ruynat ins August-Horch-Museum nach Zwickau. Nach einer außerordentlich interessanten Führung durch die Ausstellung mit ihren beeindruckenden Autos, konnten die Schülerinnen und Schüler selbst zu Autobauern werden, sie modellierten eigene Fahrzeugkreationen.

La Boum, die Fete
Am Donnerstagnachmittag gab es im Jugendverein „Römer“ eine Neuauflage unserer berühmten „Boum“, einer Abschlussparty, die sich sehen lassen konnte. Neben unseren Schulpartnern aus Sainte-Florine und Brassac war eine weitere Schülergruppe vom Maison Familiale Rurale, einem Berufsschulzentrum, aus Sainte-Florine anwesend. Die Gastfamilien hatten für diese Party das Buffet mit selbst gemachten Salaten und Gebäck bestückt und der Freundeskreis europäischer Partnerschaften hatte die Bratwürste gesponsert. Unsere Techniker Max und Fabian sorgten für den guten Ton im Römer.
Es war für uns eine besondere Ehre, dass der ehemalige Bürgermeister von Triebes, Herr Gerhard Helmert, zur Eröffnung der Feierlichkeiten ein paar Worte an die anwesenden Jugendlichen aus Deutschland und Frankreich richtete. Er erinnerte daran, dass die Städtepartnerschaft zwischen Triebes und Sainte-Florine seit 30 Jahren besteht. Er erzählte von den allerersten Begegnungen und davon, wie aus Fremden Freunde wurden. Für ihn war dieser Abend eine Genugtuung, konnte er doch sehen, dass seine Idee von einem gemeinsamen Europa, in dem man sich über die Grenzen hinweg versteht, durch die Begegnung der Jugendlichen lebendig ist.
Danach blieb noch Zeit zum Liederraten und Tanzen.
Freitag, 27.03.26, Abschied
Am Freitagmorgen war dann die Katerstimmung, hieß es doch Abschied nehmen. Manch einem fiel der Abschied sehr schwer, aber wir werden uns ja in acht Wochen wiedersehen.
Die französische Gruppe verbrachte noch einen außergewöhnlich sonnigen Tag in Weimar, sie besuchten die Wartburg, sangen vor dem Bachhaus und erledigten noch die letzten Souvenir-Einkäufe.
Europäisches Treffen der Städtepartnerschaften in Straßburg
Vom 5.-7. Mai 2025 war eine kleine Gruppe aus Zeulenroda-Triebes auf Einladung des Städtepartnerschaft - Komitees Haute-Loire zu einem Treffen in Straßburg eingeladen worden. Neben unseren Partnern aus Sainte-Florine gehörten andere Städte der Auvergne nebst ihren Partnerstädten aus Italien, Spanien und Belgien zur Delegation, also ein wirklich europäisches Treffen im Herzen von Europa, wie sich Straßburg auch nennt.
Von Montag bis Mittwoch standen viele Highlights auf dem Programm. So gab es gleich am Montag eine Bootsfahrt durch Straßburg, bei der wir alle berühmten Sehenswürdigkeiten kennenlernen konnten. Am Dienstagmorgen besichtigten wir das imposante Straßburger Münster, welches für seine astronomische Uhr überaus berühmt ist. Nachdem wir unser Mittagessen in der Kantine des Europäischen Parlaments eingenommen hatten, wurden wir vom Büro der Europaabgeordneten Fabienne Keller empfangen und erhielten einen Einblick in die Arbeit des Parlaments. Im Anschluss durften wir auch kurz eine Debatte im großen Sitzungssaal verfolgen. Dieser Besuch war wirklich beeindruckend. Gegen Abend waren wir zurück in der Innenstadt von Straßburg und konnten in unserer Freizeit in den kleinen Geschäften nach Mitbringsel stöbern oder auf den Turm des Münsters steigen, um einen Blick auf die Stadt und die umliegenden Vogesen zu werfen. Am Abend war Zeit, sich mit den französischen Freunden ein Fußballspiel anzuschauen oder einfach nur zu plaudern. Am Mittwoch ging es nach einem Besuch im Konzentrationslager Struthof wieder auf die Heimreise.
Es war eine kurze, aber sehr ereignisreiche Reise und wir danken insbesondere der französischen Verantwortlichen für die Städtepartnerschaft, Mme Josiane Coste, die unsere Reise so gut vorbereitet hat.

C. Ruynat, FB Französisch
Exkursion nach Frankreich
Journal de voyage
Schüleraustausch nach Sainte-Florine vom 23.09.-29.09.2023

Sainte-Florine, die Partnerstadt von Zeulenroda-Triebes, befindet sich in der Region Rhône-Alpes, im Departement Haute-Loire. Sainte-Florine hat etwa 3000 Einwohner. Die Gegend im Massif Central ist vor allem für seine Vulkane bekannt. Unsere Reisegruppe besteht aus 29 Schülerinnen und Schülern sowie drei Begleitern. Wir werden von Familien aus Brassac-les-Mines, einer kleinen Nachbarschaftsgemeinde, und Sainte-Florine empfangen. Gemeinsam mit unseren französischen Partnern werden wir die Schule besuchen, eine Stadtrallye machen, uns in Rugby und Pétanque ausprobieren, zwei berühmte Vulkane besuchen und … natürlich eine „Boum“, eine Fete, veranstalten.
Hier wollen wir euch während unserer Reise auf dem Laufenden halten…
Mit freundlicher Unterstützung des deutsch-französischen Jugendwerkes

Sonntag
Nach einer anstrengenden und zugleich amüsanten Busfahrt über 15 Stunden haben wir unser Ziel, Sainte-Florine, erreicht. Gemeinsam mit den Gastfamilien haben wir unsere neuen Unterkünfte für die Woche bezogen und die Familien etwas besser kennengelernt. Unser Nachmittag-Programm gestaltete sich je nach Familie unterschiedlich, sodass jeder einen erfolgreichen ersten Tag verbrachte. Einige Aktivitäten am Nachmittag waren: Besuch des Pferdemarktes, welcher in Vergongheon stattfand oder eines Festivals. Zum Abend hin haben wir typisch französische Spezialitäten wie Tartiflette oder Crêpes gekostet und sind dann nach einem tollen ersten Tag schlafen gegangen.
Montag
Am nächsten Morgen, nach einem kleinen Frühstück, besuchten wir die französischen Schulen in Sainte-Florine oder in Brassac. In verschiedenen Gruppen absolvierten wir alltägliche Fächer wie Mathe, Englisch oder Physik, aber auch Fächer, die wir in Deutschland nicht haben, wie z.B. Spanisch. Die Schulen in Deutschland und Frankreich haben zwar viele Gemeinsamkeiten, aber dennoch bemerkt man auch viele Unterschiede, wie zum Beispiel die Klingel, die hier aus Musik besteht oder die Begrüßung am Morgen, welche sehr persönlich von Schüler zu Lehrer ist. Nach einem interessanten und sowohl aufregenden Schultag aßen wir in der Kantine zu Mittag, welches wie für die Franzosen bekannt, sehr viel, aber auch sehr gut war. Mit unseren Austauschpartnern haben wir am Nachmittag eine Stadtrallye durch Sainte-Florine unternommen und viele neue Orte kennengelernt. Als sportlichen Touch probierten wir französische Sportspiele, wie zum Beispiel: Rugby und Petanque aus. Der Tag endete mit einem Empfang des Bürgermeisters von Sainte Florine und Brassac, welcher mit Chips, Pizza und Käse für alle ein tolles Erlebnis war. Zum Abendbrot konnten unsere Familien uns wieder mit französischen Spezialitäten wie Schnecken überraschen.

links Collège Marguerite Thomas Sainte-Florine, rechts Collège Jules Ferry Brassac


Dienstag
Am Dienstagmorgen ging es mit dem Bus mitten ins Herz der Auvergne, zu den Vulkanen. Unser erster Stopp war der Volcan de Lemptégy. Wir besichtigten den Vulkankrater, besuchten das Museum und erlebten hautnah einen Vulkanausbruch in 3D bzw. 4D. So erfuhren wir viel über die Entstehung und Entwicklung von Vulkanen und Gesteinen.

Nach einem kurzen Picknick ging es sportlich zur Sache, denn die Wanderung auf die Spitze des “Puy de Dôme" stand an. Nach den Strapazen des Marsches konnten wir die atemberaubende Aussicht auf den „Puy Pariou“, den Vulkan der Volvicflasche, und die umliegende Natur genießen. Des Weiteren waren die Stadt Clermont-Ferrand, welche am Fuße des Vulkanes liegt sowie mutige Paraglider zu beobachten.

Als wir am Abend zu unseren Gastfamilie zurückkehrten, fielen alle müde in ihre Betten.
Mittwoch
Am nächsten Tag ging es zusammen mit unseren französischen Austauschschüler*innen in das "Maison de l'Améthyste". Amethysten sind aufgrund ihrer Entstehung durch die Vulkanaktivitäten ein weiteres Wahrzeichen der Region. Im "Maison de l'Améthyste" wurden wir in 2 Gruppen über Entstehung und Vorkommen der Edelsteine informiert und die Fingerfertigkeit getestet, denn die Steine mussten selbst in Form und Glanz gebracht werden. Am Nachmittag ging es dann wieder etwas höher hinaus, denn ein Besuch im Kletterwald stand an. Gemeinsam bahnten wiruns den Weg durch die Baumwipfel. Außerdem wurde das Netztrampolin getestet. Besonders die Seilbahn über den See hat vielen große Freude bereitet.
Danach ging es zurück in die Gastfamilien. Allerdings war dieser Tag noch nicht beendet, denn am Abend stand die große Abschlussfete und damit verbunden das Wiedertreffen mit den Austauschschüler*innen des "Erasmus - Projektes" an. Das "Erasmus - Projekt" ist ein Austausch, der im Rahmen der deutsch - französischen Freundschaft im Mai stattgefunden hatte.
Auf unserer Fete, die hier "Boom" heißt, wurde gemeinsam wild getanzt, gelacht und französisch gegessen.
Außerdem durften ein paar Highlights, wie die Performance des Rennsteiglieds, ein Gedicht der französischen Partner*innen auf Deutsch und selbst organisierte Spiele der Lehrkräfte nicht fehlen. In den Spielen ging es darum, sich ohne Hilfsmittel zu verständigen und so mussten u.a. Früchte in beiden Sprachen finden. Das war wie immer, dank Händen, Füßen und einem Sprachmix von Englisch, Deutsch und Französisch, keine Hürde.
Donnerstag
Da war er auch schon gekommen, der letzte Tag. Am Morgen stand leider die Verabschiedung von den Gastfamilien und Austauschschüler*innen an. Damit hieß es dann nach 5 tollen Tagen zusammen schweren Herzens "Au revoir“. Für uns ging es nun in die Stadt Clermont-Ferrand. Hier stand der Besuch der „Adventure Michelin" an.

Die Führungen erfolgten auf Deutsch und Französisch, wobei besonders die Erklärung technischer Phänomene uns vor eine kleine sprachliche Herausforderung stellte. Dank unserer Französischlehrer*innen konnten wir über den tatsächlichen Einfluss von "Michelin" auf unser heutiges Verkehrswesen staunen. Ohne "Michelin" würde es unsere komfortable Fortbewegung mit abfedernden Luftreifen heutzutage nicht so geben. Danach bekamen wir noch eine letzte Aufgabe, und zwar eine Selfie - Stadtrallye. In Gruppen zogen alle durch Clermont-Ferrand und suchten die Orte, die mittels Fotos gegeben waren. An dem jeweiligen Spot musste ein Selfie des gesamten Teams aufgenommen werden. Damit verbunden, hatten wir Freizeit und machten die Stadt unsicher. Es wurden sämtliche Geschäfte durchforstet, französische Gebäck, wie z.B. Macarons, verkostet und Andenken für die Daheimgebliebenen gekauft.
Als finaler Punkt auf unserem Tagesplan stand das letzte gemeinsame Essen in einem französischen Restaurant. Dort gab es eine Truffade auvergnate (einen Kartoffel - Käse Auflauf) und Mousse au Chocolat zu essen.

Gegen 21.30Uhr traten wir sichtlich erschöpft die Rückreise an. Alle fielen müde in ihre Sitze.
Am Freitagmorgen wurden wir nach einer ruhigen Nacht von einem atemberaubenden Sonnenaufgang geweckt. So begann die zweite Etappe in Richtung Heimat. Gegen 13.30Uhr erreichten alle Frankreichbegeisterten nach 6 Tagen Auslandsaufenthalt den Zielhafen am Oberen Bahnhof Zeulenroda-Triebes.
Wir sind dankbar für die vielen Erfahrungen in allen Hinsichten, z.B. was den Geschmack der französischen Küche oder das Schulsystem sowie neue Bekanntschaften angeht. Es hat uns allen viel Freunde bereitet, ein Stück weit zur deutsch-französischen Freundschaft beigetragen zu haben, und wir können somit sagen, dass sich ein Schüleraustausch mit Frankreich definitiv lohnt. Damit wünschen wir allen nachfolgenden Austauschschüler*innen:
Amusez-vous bien et beaucoup de nouveaux amis en France!
Cäcilia und Marlene und weitere Mitreisende
Bienvenue chez nous! Französische Schüler und Schülerinnen an unserer Schule
Nach etwa anderthalb Jahren Kontakt per Videokonferenz und Briefaustausch begegneten die Schülerinnen und Schüler unseres Gymnasiums erstmals leibhaftig ihren Partnern aus Sainte Florine und Brassac-les -Mines.
Am 13.03.2023, nach 17-stündiger Fahrt, erreichten unsere Gäste aus der französischen Partnerstadt Zeulenroda. Nachdem Bürgermeister Nils Hammerschmidt die jungen Franzosen im Rathaussaal begrüßt hatte, ging es auf eine einzigartige Entdeckerrallye durch unsere Stadt. Der Rathausturm, die Dreieinigkeitskirche, das Viva-Kulturforum sowie das Museum waren die markanten Punkte, die gruppenweise aufgesucht wurden. Überall dort standen Schülerinnen und Schüler des Schiller-Gymnasiums, die für die Gäste Informationen vorbereitet hatten, um unsere Stadt vorzustellen. Alle waren beeindruckt, denn eine Stadtführung, bei der man in den Glockenturm der Kirche oder ein geschlossenes Museum besuchen darf, gibt es wohl nicht alle Tage.

Am Dienstag besuchte die französische Gruppe unser Gymnasium. Nach einer kurzen Begrüßung durch Herrn Müller nahmen die Gastschüler am Unterricht in den Klassen 8 und 9 teil und erlebten so Mathematik, Deutsch und Französisch. Da die französischen Partner nicht so große Vorkenntnisse in der deutschen Sprache haben, war der Unterricht für sie teilweise ernüchternd. „Ich verstehe Mathe doch schon in Frankreich nicht, wie soll ich es hier auf Deutsch verstehen,“ platzte Rayan, ein französischer Schüler, heraus, als er seine Lehrerin Frau Guillon nach dem Unterricht wiedersah. Interessant war es allemal. Nach einem ausgiebigen traditionell thüringischen Mittagessen hatten die Französischlehrer Tandem-Sprachspiele vorbereitet, um Gemeinsamkeiten und Unterschiede in Frankreich und Deutschland mal etwas unter die Lupe zu nehmen. Am späteren Nachmittag ging’s dann zum Bowlen ins Seehotel.

Mittwoch und Donnerstag waren vorgesehen für Ausflüge nach Erfurt und Weimar. Die französischen Schülerinnen und Schüler waren beeindruckt vom Erfurter Dom und vom Bauhaus. Viele Fragen wurden gestellt, auf die sowohl die französischen als auch die deutschen Lehrer mitunter keine Antwort wussten.
Höhepunkt der Woche war sicherlich die Boum, eine Fete, im Schullandheim, wo endlich mal Raum und Zeit war, einander näher zu kommen. Neben Rostern und vielen mitgebrachten Salaten, Desserts etc. gab es auch wieder etwas „geistige“ Nahrung: wir spielten nämlich deutsch-französisches Liederraten. Sogar eine kleine Disko fand noch statt, die leider viel zu kurz war.

Am Freitag, dem 17.03.2023, ging es dann schon wieder in Richtung Frankreich. Die Freude war groß, als die Gäste kurz vor der Abfahrt einen großen Artikel im Lokalteil der OTZ fanden. Eine tolle Überraschung, die noch getoppt wurde von Frau Slansky vom Partnerschaftskomitee. Sie war am Morgen noch vorbeigekommen, um den Schülern Eiernetze und bunte Eier zu schenken, damit sie die Tradition der Eierwerfens ausprobieren konnten. Der Besuch Eisenachs und der Wartburg bleibt somit sicherlich in der Erinnerung mit dem Osterbrauch des Eierwerfens verbunden. Man kann sich den Spaß vorstellen, als 29 junge Französinnen und Franzosen die Eisenacher Sängerwiese zum Wurfgebiet erklärten. Verletzte gab es nicht, aber ein paar Eiernetze blieben in den Bäumen hängen.
Gegen 20.30 Uhr gab es ein letztes au revoir, dann ging’s zurück.
Wir, die Französisch-Fachschaft, möchten allen danken, die sich so fleißig engagiert haben. Wir hoffen, dass der Gegenbesuch wie geplant stattfinden kann.
C. Ruynat
Deutsch- französischer Schüleraustausch
Schon seit etwa anderthalb Jahren steht unser Gymnasium in engem Kontakt mit dem Collège „Marguérite Thomas“, welches sich in Sainte-Florine, der Partnerstadt von Zeulenroda-Triebes, befindet. Viele unserer Schülerinnen und Schüler haben schon Briefe ausgetauscht, auch wenn das nicht immer so reibungslos geklappt hat.
Die Klassen 8b, 9b und 10a konnten sogar schon per Videokonferenz ihre französischen Partner kennen lernen, wobei sich Franzosen und Deutsche gegenseitig ihre Heimatstadt vorstellten oder über ihre Interessen sowie musikalischen Vorlieben sprachen. In der letzten Konferenz am 17. Januar 2023 informierten uns die Schülerinnen und Schüler aus Sainte-Florine über den Élysée-Vertrag, der am 22. Januar 1963 von dem damaligen französischen Präsidenten Charles de Gaulle und dem deutschen Kanzler Konrad Adenauer unterzeichnet wurde.
Umso erfreulicher ist es, dass im 60. Jahr des Bestehens der deutsch-französischen Beziehungen auch unsere Schule bald Frankreich hautnah spüren kann. Die französische Kollegin Mme. Guillon wird mit 29 Schülern der 8./9. Klassen in der Woche vom 13.-17. März 2023 in Zeulenroda-Triebes sein. Neben Ausflügen zu bedeutenden Thüringer Sehenswürdigkeiten sind auch eine Stadtrallye, ein gemeinsamer Bowlingnachmittag und eine echte französische „boum“ geplant.
Wer Lust hat, sich mit den Schülerinnen und Schülern aus der Auvergne zu treffen, kann sich gerne bei mir melden. Es wäre toll, wenn ihr die Französischlehrerinnen bei den verschiedenen Aktivitäten unterstützt. Einzige Bedingung, ihr solltet bereit sein, euch auf Französisch verständigen zu wollen.
C. Ruynat